Hunderassen quer durch die Welt

Offenbar hat der Mensch nach der Domestizierung von Wölfen als Haushunde rasch damit begonnen, die Tiere nach bestimmten Zuchtmerkmalen zu kreuzen und hat damit begonnen, die Grundlagen der heutigen Hunderassen zu legen. Weltweit gibt es Schätzungen zufolge heutzutage über 800 verschiedene Rassen, die über die Jahrhunderte definiert wurden.

Noch im Mittelalter waren es in Europa vermutlich nur etwa 12 Hunderassen, die in schriftlichen Zeugnissen anhand ihrer Aufgaben übermittelt sind. So gab es etwa Hütehunde, Treiberhunde, Hofhunde und Jagdhunde. Nach dieser Zeit wurde die Rasseneinteilung weiter verfeinert und zahlreiche Neuzüchtungen kamen hinzu.

Merkmale von Hunderassen

Bereits früh begann man, Hunderassen mittels bestimmter körperlicher Merkmale zuzuordnen. Dabei wurden oft die Ohren, die Kopfform, die Gestaltung der Schnauze und der Körperbau hinzugezogen. Die heutige Systematik der Féderation Cynologique Internationale (FCI)  teilt Hunde in zehn verschiedene übergeordnete Gruppe ein, darunter Hüte- und Treibhunde, Terrier, Dachshunde, Spitze und Hunde vom Urtyp, Vorstehhunde, Gesellschafts- und Begleithunde sowie Windhunde.

Jede Gruppe ist wiederum in Sektionen untergliedert, denen dann die einzelnen Rassen zugehörig sind. Insgesamt hat der FCI aktuell 344 Hunderassen nach den geltenden Richtlinien anerkannt. Im angelsächsischen Raum ist die Einteilung etwas unterschiedlich von der mitteleuropäischen Systematik.

Die beliebtesten Hunderassen

Unter den unendlich vielen Hunderassen sind in unseren Gefilden vor allem die Klassiker führend. Die meisten Neueintragungen im Zuchtbuch erfolgen für die Rasse des Labrador Retriever, ursprünglich als Apportierhund gezüchtet, heute aufgrund seines freundlichen Naturells gern als Familienhund eingesetzt. In der Rangliste wird diese Züchtung vom Deutschen Schäferhund gefolgt, einer Hunderasse, die für viele als Urbild des Hundes schlechthin steht. Dabei ist die Züchtung in der heutigen Ausführung erst gute 100 Jahre alt.

Fast ebenso beliebt sind die unterschiedlichen Pudel-Rassen, die in Größen von Zwerg- bis zum Großpudel auftreten. Diesen Hunden wird eine besondere Pfiffigkeit unterstellt, weswegen sie oft beim Hundesport  anzutreffen sind. Auch sie sind gute Familiengesellschafter, freundlich und immer spielbereit.

Naturrasse-Hunde

Neben den gezüchteten Rassen, existieren auch noch einige wenige so genannte Naturrassen auf der Welt. Diese werden auch unter dem Begriff der Pariahunde zusammengefasst. Sie kommen vor allem in Afrika und Asien vor, wo sie in der Nähe von Menschen leben, aber nicht mit ihnen direkt zusammen. Entstanden sind diese Rassen durch das natürliche Paarungsverhalten der halbwilden Tiere und nicht durch den gezielten züchterischen Willen von Menschen.

Zu dieser Ordnung gehören Hunde wie der Thai Ridgeback, der Bassenji oder auch der Dingo-Hund.